Statusbericht / verliebte Jungs
28. Juni 2009
Nachdem Karel uns abgeraten verboten hat, heuer noch bei nem Workingtest zu starten, habe ich ja sämtliche Frühlingstermine gestrichen. Passt eh gut, Leah ist einfach noch nicht so weit, konstante Leistung zu bringen, und so war das Training der letzten Wochen und Monate eher relaxt und ohne großen Druck. Leah’s Läufigkeit die letzten drei Wochen und die anhaltende Regenperiode haben das ihre dazu getan und so haben wir einfach zwei, maximal dreimal die Woche unsere Spaziergänge mit ein paar Dummyeinheiten versehen.
Sollte nichts dazwischen kommen, möchte im Anfang September am Ödensee noch mal in der Einstiegsklasse starten um dann nach einer langen Winterpause 2010 fit für die L zu sein. Ev. kommt noch gaaanz inoffiziell im September ein Workingtest in Tschechien dazwischen, aber davon berichte ich erst, wenn wir ihn bestanden haben
.
Hier wieder mal ein kurzer Statusbericht:
1) Memories funktionieren eigentlich überraschend gut. Da merkt man einfach, dass wir das sehr viel geübt haben. Momentan versuchen wir die Winkel zwischen den Memories immer enger zu gestalten und Geländeübergänge einzubauen.
2) Das gleiche gilt für die Freiverlorensuche. Mittlerweile buddle ich die Dummies in die Erde oder hänge sie auf Bäume. Was dazu führt, dass Leah mittlerweile mehr in die Luft als auf den Boden sieht
.
3) Markierungen hingegen sind nach wie vor eine Baustelle, die ich aber bewusst noch vernachlässige, weil ich Leah nicht noch mehr pushen möchte. Sie kommt zwar immer zum Dummy, meistens aber erst nach einer kurzen Suche.
4) Einweisen klappt immer besser. Im “Trockentraining” fast immer, während der eigentlichen Arbeit lässt sie sich zumindest schon lenken und horcht auch schon immer öfter auf den Stopp-Pfiff. Mit diesem Punkt bin ich eigentlich recht zufrieden, immerhin ist Leah noch nicht mal 1,5 Jahre.
5) Steadyness. Nun ja
. Sind wir alleine, klappt das mittlerweile auch recht gut und Leah springt nur mehr sehr, sehr selten ein. Ich hoffe Leah’s derzeitige Ruhe ist nicht auf die Läufigkeit sondern auf das erwachsen werden zurück zu führen. Wenn das so wäre, wären wir ja schon ein gutes Stück weiter. Gestern haben wir auch zum ersten mal unseren Running Rabbit getestet, der Leah zwar sehr interessiert aber nicht aus dem Gehorsam gebracht hat. Genauso solls sein. In der Gruppe habe ich zZ leider keine Möglichkeit an der Steadyness zu arbeiten, weil uns einfach der Trainingspartner fehlt. Trotzdem ist das noch mein größter “Angstpunkt”, bei dem ich zZ auch sehr viel auf den Faktor Zeit setze.
6) Wasser konnten wir in letzter Zeit nicht soviel üben. Die paar Mal, wo wir Wasser hatten, hat Leah aber brav gearbeitet. Der Einstieg wird schon zügiger und größere Distanzen bereiten ihr auch kein Problem mehr.
Ziele für die nächsten Wochen:
1) Memories noch steigern. Gerade bei Geländeübergängen passiert’s noch öfter, dass Leah nach ein paar Metern eine Kurve macht und nicht mehr meiner Hand folgt, sondern zu einem anderen Dummy abbiegt. (Wobei sie sich dann eigentlich immer stoppen und zurückrufen lässt.)
2) Markierungen dosiert üben.
3) Steadyness wie immer. Solange wir alleine üben müssen, machen wir halt das beste draus.
Off-Topic:
Das heutige Training wurde übrigens durch zwei verliebte Jungs unterbrochen und schließlich auch beendet. Die zwei (von mir schon totgeglaubten) Gis-Rüden haben uns auf Schritt und Tritt verfolgt. Leah fand es gar nicht lustig bei der Arbeit gestört zu werden und hat wieder mal die Ober-Zicke raushängen lassen (”Grrr, komm ruhig her, ich beiß dir das Ohr ab!!”). Manuel war schockiert, ich fand es eigentlich ganz ok, wir Mädels müssen uns schon wehren
. Nach herzzerreissenden zwei Kilometern waren wir dann schließlich wieder beim Auto und konnten die genervte Leah im Kennel verstauen, während die Rüden noch sabbernd das Auto belagerten um sich dann zu guter letzt noch mal ordentlich in die Haare zu bekommen. Pffft, Männer sag ich da nur (gell Leah?)… 


