Futterumstellung

25. Juli 2010

Leah wird ja seit klein auf frisch gefüttert. Sie war nie krank und hatte auch nie Wehwehchen, hatte immer ne super Figur und das Fell war für Labrador-Verhältnisse immer schön flauschig weich.

In letzter Zeit haben sich bei mir aber Zweifel eingeschlichen, da der Fleischhändler unseres Vertrauens nicht wirklich genau sagen kann oder will (oder was auch immer), was in seinen praktisch portionierten Fleischwürfeln wirklich genau drinnen ist. Und irgendwie wurde ich stutzig, ob es denn wirklich klug sei, dem Hund jahrelang Kopffleisch-, Wildfleisch-, Hühnerfleischmischungen zu füttern, wenn man über die genaue Zusammensetzung nicht Bescheid weiß.
Somit habe ich zum ersten mal seit sehr langer Zeit Trockenfutter bestellt. Nach längerer Recherche habe ich mich für Wolfsblut entschieden. Der Hauptbestandteil hier ist Fleisch, das Futter ist getreidefrei und enthält auch keine chemischen Konservierungsstoffe. Sehr praktisch war hier, dass healthfood24.com 3 x 2kg-Probepackungen (Green Valley, Blue Mountain, Wild Pacific) anbietet. Was will man also mehr?

Nach ca. einem Monat Teilbarf (einmal am Tag Frischfleisch, einmal am Tag Trofu) kann ich nun eine erste Bilanz ziehen:

* Wider Erwarten schlingt Leah das Trockenfutter regelrecht hinunter. Mit dem hätte ich nun wirklich nicht gerechnet, hat sie mir doch unseren kurzen Abstecher zu Canidae im Welpenalter sehr übel genommen.
* Frau Hund hatte in dieser Zeit zum ersten mal in ihrem Leben einen Hotspot. Zwar nicht schlimm und ihr Immunsystem kam gut ohne Tierarztbesuch und Medikamente klar, aber recht toll finde ich das trotzdem nicht.
* Weiters hat sie in dieser Zeit ihr gesamtes Fell abgeworfen und das haaren hört einfach nicht auf. Zur Zeit ähnelt Leah einem struppigem Etwas mit borstigem Haar und null Unterwolle.

Die letzten beiden Punkte können natürlich absoluter Zufall sein und nichts mit dem Futter zu tun haben, dafür sind die Zeitspannen zu kurz. Die Probepackungen sind nun aber fast aufgebraucht und ich werde jetzt trotzdem noch einen 15 Kilo Sack bestellen. Wenn sich ihr Fell aber nach ein, zwei Monaten nicht gebessert hat bzw. wieder ein Hotspot auftaucht, werde ich das Experiment Trockenfutter frühzeitig beenden und wieder auf 100 % Frischfleisch umsteigen.

Training am Ödensee

25. Juli 2010

Letztes Wochenende waren wir wieder mal am Ödensee um mit ein paar Freunden und Bekannten bei Karel zu trainieren. Die Stimmung über beide Tage war hervorragend, die Blasmusik marschierte Freitag Abend pünktlich extra für uns auf und sogar mit dem Wetter hatten wir großes Glück.
Und zum ersten mal überhaupt konnte ich während eines Trainings Fotos schießen. Tja, Leah wird tatsächlich langsam erwachsen. ;)

Die drei von der Tankstelle

11. Juli 2010

In letzter Zeit trainieren wir öfter mit Leahs Brüdern Spark und Purdey, die auch in Linz leben.
Die drei sind sich sowohl optisch als auch von ihrem Wesen unglaublich ähnlich, sodass wir sie selber oft auf die Schnelle verwechseln. Und das Schöne an der Sache, ich habe das Gefühl, die drei können sich echt gut leiden. Vor allem Purdey findet die große Schwester ganz, ganz toll. Ist sie doch genauso durchgeknallt wie er selber.

WT Mürzzuschlag

5. Juli 2010

Der WT Mürzzuschlag hat all unsere Erwartungen übertroffen. Leah hat vier konstant gute Übungen gezeigt, sodass ich uns im guten Mittelfeld geschätzt hätte.
Letztendlich hat es aber für den dritten Platz in der L und dem JUDGES CHOICE gereicht!!

 

Station 3:

Auf einer abgemähten Wiese, die rechts von Wald begrenzt ist.
Ca. 70 Meter vor dem Team wird eine kurze Markierung in gerader Linie vor den Hund geworfen. Dieser darf die Markierung sofort holen, am Rückweg wird ein Blind ca. 5 bis 10 Meter weiter rechts in hohes Grad geworfen, welches dann noch mal beschossen wird.

Leah hat die Markierung perfekt gearbeitet. Beim Blind hatten wir leider Pech, dieses kam sehr weit von der Markierung entfernt zu liegen. Ich habe Leah gut einweisen können, aber sie hat echt sehr lange gesucht und muss das Dummy wohl dreimal überlaufen haben. Ich hatte echt schon Angst, der Richter lässt mich abbrechen. Leah ließ sich trotzdem wie am Schachbrett einweisen und hat nie das Suchengebiet verlassen. Als sie das Blind nach gefühlten 5 Minuten endlich hatte, überraschte mich die Reaktion des Richters sehr: “Very well done!!” Ich habe ihn irgendwie mit großen Fragezeichen angesehen, aber anscheinend hat ihn beeindruckt, wie gut sich Leah einweisen ließ (mich übrigens auch). Jedenfalls hat uns dieser Richter dann für das JC vorgeschlagen (hab’s zufällig gehört, weil wir am Nebentisch saßen).

 

Station 4:
Wiese und Waldrand.
Man steht auf einer Wiese, ca 35 Meter vom Waldrand entfernt. Im Wald findet ein kurzes Standtreiben mit zwei Helfern statt. Richter wartet ein wenig und gibt dann die Freigabe. Der Hund muss zwei Dummies aus dem Gebiet, in dem das Standtreiben statt gefunden hat, holen. (Insgesamt sind dort mehr Dummies gelegen.)

Die Nervosität war nun verflogen. Station 3 geschafft, Station 4 war bei Karel. “Das ist wie Training!” habe ich mir gedacht und genauso wars auch. Leah hat die Übung toll und ohne einen einzigen Pfiff gemeistert. Trotzdem gab’s Mecker vom Ecker. Karel kritisierte, dass ich ihr im Gebiet keinen Suchen-Pfiff gab und sie deswegen das Suchen-Gebiet kurz verlassen hat.

 

Station 1:
Im Wald.
Man geht mit dem Richter ca. 25 m einen Walk-up einen Waldweg entlang. 25 m weiter vorne am Weg steht ein Helfer der eine weite Markierung nach links wirft, die der Hund sofort holen darf. Danach gibt der Helfer vom Weg aus einen Schuss nach rechts. Vor einem liegenden Baum (ca. 20 Meter vom Helfer entfernt) liegen drei Blinds, eines davon muss der Hund holen.

Leah hat die Übung perfekt gemacht, da gabs gar nichts zu meckern. Oder Moment, DOCH!! Nach Karels Feedback habe ich Leah im Suchengebiet beim Blind einen Suchen-Pfiff gegeben, worauf der Richter meinte, warum um Gottes Willen ich dem Hund nen Suchen-Pfiff gebe, wenn er eh schon dort sei! Ich hab mal spontan lachen müssen und wusste ab diesem Moment, dass ich in Zukunft nur mehr pfeiffe, wie ICH es mir denke ;-)..

 

Station 2:
Auf einer abgemähten Wiese, die auf allen Seiten von Wald begrenzt ist.
Man geht mit dem Richter wieder ca. 15 m Walk-up. Im 90° Winkel nach links wird eine Markierung in ca. 60 m Entfernung auf die abgemähte Wiese Richtung Waldrand geworfen. Während der Hund diese Markierung holt, wird einBlind ca. 10 Meter weiter hinten in hohes Gras geworfen.

Unsere letzte Übung. Fußarbeit war super, Markierung war ok, Blind bedurfte ein bisschen Einweisen. Was leider nicht so toll war: Leah war schon etwas unmotiviert und brachte die Dummies alles andere als schön zurück. Aber wen wunderts, es hatte den ganzen Tag gut 30 Grad und ich hatte Leah vor dem Workingtest schon ausgepowert.

 

Naja, ich hatte mit allem gerechnet, nur nicht mit so einer tollen Platzierung. Umso schöner, dass wir dieses Ergebnis mit Karel als Richter einfahren konnten.
Nun gehts ab in die Sommerpause, keine Workingtests mehr heuer, nur mehr das Finale :-).

Training in der Steiermark

29. Juni 2010

Am Wochenende waren wir auf einem Training mit Karel in der Steiermark. Ein supergeniales Revier (*auchsowashabenwill*!!!), nette Leute, Kaiserwetter. Das Training an sich war recht unspektakulär und wie immer sehr ruhig aufgebaut, aber nach dem Marking-Overkill am Pannonia Cup tat uns das wieder mal richtig gut. Wir trainierten fast nur Memories, die am zweiten Tag speziell für Leah verschärft wurden: Wahnwitzige Distanzen (300 Meter?) im superengen Winkel (zB an einem Teich vorbei). Übungen, die ich alleine nie trainieren würde, aber Leah hat gezeigt, dass sich unsere Memory-Schule bezahlt gemacht hat.
Fotos gibt es auch bald, Christine ist es gelungen, ein paar wirklich gute Schnappschüsse von “Speedy” zu machen.

Pannonia Cup – Aufgabenbeschreibung und Fotos

20. Juni 2010

Nun endlich finde ich Zeit, eine kurze Nachberichterstattung über den Pannonia Cup zu schreiben. Entfernungen und Reihenfolgen (wann wurde welches Blind beschossen) spare ich mir lieber gleich, ich war so auf unsere jeweilige Übung konzentriert, dass ich das nicht mehr genau im Kopf habe… Für den L Hund gab es mit der Ausnahme eines beschossenen Blinds nur Markierungen, die meistens sofort geholt werden durften. Somit fand ich die L-Aufgaben nicht besonders knifflig, schwieriger waren die Ansprüche, die an die Steadyness gestellt wurden. Aber das ist natürlich mein sehr subjektiver Blickwinkel.
Die M-Übungen waren natürlich dementsprechend schwieriger, aber auch schaffbar. Viele Blinds bzw. Markierungen wurden hier in hohes Gras geworfen, wo es wenig Anhaltspunkte gab. Die S-Übungen waren aus meiner Sicht teilweise heftig, teilweise machbar. Auch hier lagen die Blinds oft im hohen Gras, das halt dann dementsprechend schon seeehr weit weg ;)

 

Station 1 (Jim Dykes)

Man steht auf einer frisch abgemähten Wiese, auf der das Heu gerade noch trocknet.
* Für den L Hund wird eine einfache, gut sichtbare Markierung auf die abgemähte Wiese geworfen.
* Der M Hund bekommt eine Markierung in die benachbarte längere Wiese.
* Der S Hund bekommt ein beschossenes Blind in der schräg benachbarten Wiese.

Wirklich schwierig war hier nur das Blind für den S Hund. Leah hat die Markierung fehlerfrei gearbeitet. 20 Punkte.

 

Station 2 (Les McLean)

3er Walkup auf einer mittelhohen Wiese. Zu Beginn wird für den L Hund eine Markierung rechts zwischen Büsche geworfen, man geht weiter, dreht sich dann um 90 Grad nach links und geht noch ca. 15 Meter weiter.
* Der L Hund darf dann das Memory Mark holen.
* Für den M- und den S-Hund gibt es jeweils ein beschossenes Blind.

Leah hatte die Markierung nicht mehr ganz genau im Kopf und lief ca. 10 Meter zu weit rechts, ich konnte sie aber gut einweisen und sie hatte das Dummy relativ schnell. 18 Punkte.

 

Station 3 (John Castle)

Wieder steht man in ner mittelhohen Wiese.
* Für den L Hund wird ein Blind in ca. 20 Meter Entfernung zwischen zwei Pfosten beschossen.
* Der M Hund bekommt im 60 Grad Winkel nach rechts ein Markierung in die hohe Wiese.
* Der S Hund bekommt ca. 80 Meter gerade voraus eine schlecht sichtbare Markierung und musste dabei das Blind des L-Hundes überlaufen.

Hier habe ich zu spät gepfiffen und Leah hat das Blind überlaufen. Nach kurzem Einweisen hatte sie aber das Dummy schnell. 18 Punkte.

 

Station 4 (Roddy Forbes)

Man steht am Abhang vor einem kleineren Fluss, dessen Ein- und Ausstieg relativ steil und schwierig ist.
* Auf der gegenüberliegenden Wiese wird für den L Hund eine Markierung geworfen. Die Fallstelle war in einer Senke und nicht sichtig.
* Für den M-Hund wird eine Markierung ca. 20 Meter dahinter geworfen.
* Der S-Hund bekommt um einiges weiter rechts hinten ein beschossenes Blind.

Hier musste ich Leah etwas helfen, wobei ich die Fallstelle des Dummies falsch eingeschätzt hatte und sie deswegen nicht optimal gehandelt habe. Am Rückweg über den Fluss kämpfte Leah etwas mit dem Ein- und Ausstieg und lief einen kurzen Umweg durch das Schilf. 15 Punkte.

 

Station 5 (Les McLean)

3er-Walk-up über eine mittelhohe Wiese.
* Anfangs wird für den L-Hund eine Markierung ca. 50 Meter voraus geworfen.
* Der M-Hund bekommt die annähernd gleiche Markierung etwas weiter und danach noch eine laute Verleitung rechts von der Line.
* Für den S-Hund wird am anderen Ende der Wiese ein Blind beschossen. Bevor er dieses holen kann, gibt es noch eine Verleitung an der Stelle der M-Markierung.

Leah hat ihre Markierung einwandfrei gearbeitet, war aber noch auf 180, weil sie auf dem Weg zum Richter in ein Hündinnengezicke verwickelt war. Als die Verleitung für den M Hund geworfen wurde, sprang sie ein. Sie ließ sich zwar sofort stoppen, leider gabs beim PC aber kein Controlled Run-In und somit wars das für uns. Die 20 Punkte wurden durchgestrichen und durch nen 0er ersetzt.

 

Station 6 (John Castle)

3er-Walk-up über eine gemähte Wiese mit Heuzeilen.
* Für den L-Hund gab es eine Markierung in die benachbarte Wiese.
* Für den M-Hund eine ähnliche Markierung 20 Meter weiter hinten.
* Für den S-Hund eine Markierung in der weiter dahinter liegenden Wiese.

Leah ist zwar punktgenau auf die Markierung zugerannt, hat diese aber nicht sofort in die Nase bekommen. Ich habe leider zu spät gepfiffen und sie begann zu hunten. Nach kurzer Zeit hatten wir das Dummy dann aber in Teamwork. 15 Punkte.

 

Station 7 (Roddy Forbes)

Man stand wieder vor dem steilen Flussufer.
* Für den L-Hund wurde am anderen Flussufer rechts von der Gruppe eine Markierung geworfen.
* Für den M-Hund eine etwas schwierigere Markierung links von der Gruppe in’s hohe Gras.
* Der S-Hund gab es eine weite Markierung auf der gegenüber liegenden Wiese.

Leah hatte wieder etwas Schwierigkeiten mit dem steilen, rutschigen Ausstieg, hat aber trotzdem die Markierung ohne einen einzigen Pfiff punktgenau gearbeitet. Auf dem Rückweg hat sie zur Erheitung der Zuseher gemerkt, dass der Dummywerfer ihr Herrli ist und diesem noch einen kurzen Besuch abgestattet. Anschließend kam sie dieses mal aber ohne Umwege zurück. 20 Punkte. (Roddy Forbes hat nach einer kurzen netten Aufklärung unsererseits den Abstecher zum Helfer nicht gewertet…)

 

Station 8 (Jim Dykes)

Die Station, bei der es wohl die meisten 0er gab.

Man stand auf einer kleinen Erhöhung am Rand einer hoch bewachsenen Wiese.
* Für den L-Hund gab es eine Markierung mitten aus und mitten in die Wiese (rechts vom Team gesehen).
* Der M-Hund bekam im 90 Grad Winkel eine Markierung an das linke Ende der Wiese.
* Der S-Hund bekam vom ersten Helfer eine lange Markierung, die etwas weiter zurück als die L-Markierung und eher mittig zu liegen kam.

Wir brauchten aufgrund von Helferpannen insgesamt drei Anläufe, bis die Hunde endlich arbeiten durften und Leah war schon wieder ziemlich aufgekratzt (“Aber Frauli, ich kann mir nicht soooviele Markierungen merken…”). Außerdem hatte ich etwas Angst, dass sie auf die S-Markierung laufen würde. Aber Leah ließ sich super schicken und hat das Dummy ohne einen einzigen Pfiff heimgebracht. Die Station war – obwohl so gefürchtet – unser krönender Abschluss: Leah und Speed bekamen 20, Hawk 19 Punkte!!

 

Insgesamt kann ich also mehr als zufrieden sein, Leah hat wirklich toll gearbeitet und wenn sie mal Hilfe benötigte, hat sie diese super angenommen. Naja und das Steadyness nicht unsere Stärke ist, das wissen wir ja eh ;).

Ein paar wenige Fotos vom Wochenende gibt’s übrigens in der Galerie.

Pannonia Cup – Resumee

7. Juni 2010

Der Pannonia Cup 2010 liegt hinter uns und wir sind mit einem lachenden und einem weinenden Auge heimgefahren.

Lachend weil es drei rundherum gelungene, perfekte Tage waren in wunderschöner Umgebung, in toller Atmosphäre mit perfektem Wetter waren. Lachend auch, weil Leah soo gut gearbeitet hat. 7 von 8 Übungen waren Markierungen, die eigentlich nicht unsere Stärke sind und die Leah zum Teil ohne einen einzigen Pfiff gearbeitet hat. Bei der schwierigsten Markierung war sie sogar der einzige Hund mit Höchstpunkteanzahl. Das Wasser mit dem steilen, rutschigen Ufer, Sitzpfiff, Einweisen auf Entfernung, nichts war an diesem Wochenende ein Problem. Leah war superruhig und hat zwischen den Übungen echt entspannen können.

Weinend, weil uns ein blöder Fehler den fabelhaften dritten Platz in der Teamwertung und den tollen zweiten Platz in der Einzelwertung gekostet hat: Als wir bei einer Aufgabe zum Richter gingen, ließ ich Leah aus Unachtsamkeit zu nem anderen Hund schnüffeln, der gar nicht amused war und Leah das auch kund tat. Und mein kleines Sensibelchen war so durch den Wind, dass sie bei der Aufgabe noch so aufgekratzt war und leider einsprang. Umso ärgerlicher, weil der Richter unseren 20er schon notiert hatte und dann leider den 2er durchstreichen musste.

Im Moment bin ich etwas traurig darüber, auch wenn ich weiß, dass es in Wahrheit um nichts geht. Ich hätte meiner kleinen Maus, die steadyness-technisch so gute Fortschritte gemacht hat, die Platzierung halt echt gegönnt… :glurps_tb:

Sobald ich übrigens Fotos von den “Inglorious Bastards” habe, werde ich sie hier online stellen!

Pannonia Cup Tag 1

5. Juni 2010

Kurzer Zwischenstand: Tag 1 des Pannonia Cups liegt bei fabulösem Wetter hinter uns und die Inglorious Bastards liegen noch ohne 0er gut mit dem 10. Platz im Rennen!

Training für PC Teil 2

24. Mai 2010

Hinter uns liegt wieder ein tolles Trainingswochenende auf Altausseer Narzissenwiesen. Während wir vormittags in Hinblick auf den Pannonia Cup verschiedene Teamworkingtestaufgaben nachstellten, gab’s am Nachmittag immer Walkup bis zum Abwinken.
Und ich mag’s gar nicht verschreien, aber schön langsam kratzen Leah und ich die Kurve und ich habe endlich das Gefühl, dass Leah langsam aber sicher etwas steadier wird: Der gelbe Popo blieb bis auf eine einzige kleine Ausnahme in der 9er-Line mit 4 Schützen immer am Boden.

Aber auch ansonsten war ich eigentlich recht zufrieden, nachdem wir am zweiten Tag zu wenig M-Hunde hatten, sind wir kurzerhand eingesprungen und Leah hat auch die M-Aufgaben recht gut gelöst, wie ich finde. Ganz besonders überrascht mich immer, wie selbstverständlich sich Leah auf Blinds schicken lässt.

An zwei kleineres Baustellen möchte ich aber in der nächsten Zeit verstärkt arbeiten:

  • Schnelles und direktes Zurückkommen, wenn mehrere Dummies eng ausgelegt sind (da gehen wir ja ganz gerne mal shoppen und schauen, was sonst noch so im Angebot ist).
  • Stopp-Pfiff über weite Entfernung, wenn Leah im Hunten ist.

Bin wirklich schon sehr gespannt auf den Pannonia Cup, ich bin aber mittlerweile guter Dinge, dass es nicht ganz so katastrophal wird, wie anfangs gedacht.
Unser Outfit wurde dieses Wochenende auch fixiert, ich sag nur: inglorious ;-).

Finaaaaale!!!

14. Mai 2010

Leah und ich haben uns heute mit einem tollen 5. Platz und einem Vorzüglich bei der Clubsiegerschau in Melk unter 57 Startern für das Finale qualifiziert!

Ich schwebe noch immer auf Wolke sieben, hat doch der Tag ganz und gar nicht vielversprechend begonnen. Zuerst standen wir eine Stunde im Stau auf der A1 und ich sah uns schon den Tag zusehender- und nicht startenderweise verbringen. Und gerade als es dann doch noch einen Funken Hoffnung für pünktliches Erscheinen gab, ließ uns das veraltete Kartenmaterial unseres Navis im Stich.

Naja, es ist sich trotzdem in letzter Minute ausgegangen und wir konnten noch melden.

 

Der Workingtest fand in einem Auwald statt, dh. überall eher hoher Bewuchs.

Hier die Aufgabenbeschreibung:

 

Station 5, Renate Berger:

Man steht am Zufluss (?) eines größeren Teiches. Schräg auf der anderen Wasserseite wird von einem Helfer eine Markierung ins Wasser geworfen. (Entfernung ca. 50 Meter?). Diese war sofort zu holen.

Leah hat nicht punktgenau markiert und hat das Wasser an der anderen Uferseite zu früh verlassen, ich habe sie also kurz handeln müssen. Am Rückweg hat sie den längeren, unwegsameren Weg durchs Schilf gewählt und sich 2 Meter vor mir etwas geschüttelt, ohne das Dummy jedoch auszuspucken. Ich habe noch schnell einen Hechtsprung nach vorne gestartet, um ihr das Dummy rechtzeitig abzunehmen (und es natürlich anschließend fallen zu lassen).
Ein eher mittelmäßiger Start, aber immerhin noch 17 Punkte.

 

Station 1, Oliver Kiraly:

Man steht auf einem Waldweg. Ca. 40 m geradeaus wirft ein Helfer eine Markierung in das hohe Gras links vom Weg. Ca. 60° drehen nach rechts, in ca. 50 Meter Entfernung wirft ein zweiter Helfe eine weitere Markierung in den höheren Bewuchs.
Anschließend ging man mit dem Richter wieder ca. 15 Meter nach hinten und musste sagen, welche Markierung man als erste holen möchte.

Leah hat das erste Dummy gut markiert, sich auch schön mitgedreht, aber anstatt auf die zweite Markierung zu gucken, hat sie mich lieber angesehen. Am Rückweg meinte Oliver “I’m not sure, if she marked it.” Darauf ich “I’m definitely sure, she didn’t mark!!” Ich habe sie zuerst auf die schwierigere zweite Markierung geschickt. Leah ließ sich super schicken und war sofort im Gebiet, nach kurzem Handeln hatte sie das Dummy. Die erste Markierung arbeitete sie nahezu punktgenau ohne Hilfe.
Ein anerkennendes “nice dog!” von Oliver. Strenge 17 Punkte.

 

Station 2, Ronald Pfaff:

In eine Waldwiese wurde eine ca. 5 Meter breite Schneise gemäht, welche auf zwei größeren Bodenwellen verläuft. In ca. 70 Meter Entfernung wird eine Markierung hinter eine Bodenwelle geworfen, die Fallstelle ist also nicht sichtig. Hund wird geschickt. Am Rückweg wird vor diese Bodenwelle ein (unbeschossenes) Blind nachgelegt. Hund wird nochmal geschickt und musste also vor der ersten Fallstelle gestoppt werden, damit er das Blind nicht überläuft.

Hier haben wir wieder etwas gepatzt.
Die erste Markierung war super, ich glaube aber, ich habe unnötig gepfiffen. Das Blind überlief Leah und ließ sich auch nicht sofort stoppen. Trotzdem hatte sie es relativ schnell. Punkteabzug und Richterschelte kostete uns hier auch, dass ich Leah mit einem “good girl!” streichelte, bevor sie die Leine um hatte. Ein Führerfehler der mich zwar nicht sonderlich ärgert, aber ein zweites mal wird mir das nicht passieren. Trotzdem milde 19 Punkte.

 

Station 3, Robert Hales:

Ca. 20 Meter Walk-up mit dem Richter einen Waldweg entlang.
Anschließend ist im Wald ist ab ca 25 Meter Entfernung ein Quadrat mit ca. 30 x 30 Metern markiert (Bänder an Bäumen). In diesem Quadrat liegen fünf Dummies. Zwei davon muss der Hund über eine Freiverlorensuche arbeiten.

Hierzu gibt es nicht viel zu sagen. Leah hat die Übung super gemeistert. Tolle Fußarbeit und bei der Suche kein einziger Pfiff nötig. Robert Hales’ etwas eigenartiges Kommentar: “You are a pretty girl, a good handler and you have a really nice dog!” (DANKE!!! vor allem für den zweiten Teil ;-)…). Verdiente 20 Punkte.

 

Station 4, Keith Kendral:

Man steht auf einem Waldweg. In ca. 50 Meter Entfernung wird von einem Helfer eine Markierung in das sehr hohe Gras neben den Weg geworfen. Danach 90° nach links drehen, ca. 30 Meter eine sehr steile Kante runter und rein in den Wald wird ein Dummy beschossen. Zuerst war die Markierung, dann das Blind zu holen.

Auch hier brauchten wir keinen einzigen Pfiff. Leah hatte sowohl Markierung, als auch Blind sofort.
20 Punkte.

 

Insgesamt bin ich also sehr zufrieden mit uns heute. Es war vor allem der erste Workingtest an dem Leah nicht hibbelte, sondern größtenteils ganz entspannt neben mir stand oder saß, was auch meiner Nervosität sehr gut tat.

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