20. Juni 2010
Nun endlich finde ich Zeit, eine kurze Nachberichterstattung über den Pannonia Cup zu schreiben. Entfernungen und Reihenfolgen (wann wurde welches Blind beschossen) spare ich mir lieber gleich, ich war so auf unsere jeweilige Übung konzentriert, dass ich das nicht mehr genau im Kopf habe… Für den L Hund gab es mit der Ausnahme eines beschossenen Blinds nur Markierungen, die meistens sofort geholt werden durften. Somit fand ich die L-Aufgaben nicht besonders knifflig, schwieriger waren die Ansprüche, die an die Steadyness gestellt wurden. Aber das ist natürlich mein sehr subjektiver Blickwinkel.
Die M-Übungen waren natürlich dementsprechend schwieriger, aber auch schaffbar. Viele Blinds bzw. Markierungen wurden hier in hohes Gras geworfen, wo es wenig Anhaltspunkte gab. Die S-Übungen waren aus meiner Sicht teilweise heftig, teilweise machbar. Auch hier lagen die Blinds oft im hohen Gras, das halt dann dementsprechend schon seeehr weit weg
…
Station 1 (Jim Dykes)
Man steht auf einer frisch abgemähten Wiese, auf der das Heu gerade noch trocknet.
* Für den L Hund wird eine einfache, gut sichtbare Markierung auf die abgemähte Wiese geworfen.
* Der M Hund bekommt eine Markierung in die benachbarte längere Wiese.
* Der S Hund bekommt ein beschossenes Blind in der schräg benachbarten Wiese.
Wirklich schwierig war hier nur das Blind für den S Hund. Leah hat die Markierung fehlerfrei gearbeitet. 20 Punkte.
Station 2 (Les McLean)
3er Walkup auf einer mittelhohen Wiese. Zu Beginn wird für den L Hund eine Markierung rechts zwischen Büsche geworfen, man geht weiter, dreht sich dann um 90 Grad nach links und geht noch ca. 15 Meter weiter.
* Der L Hund darf dann das Memory Mark holen.
* Für den M- und den S-Hund gibt es jeweils ein beschossenes Blind.
Leah hatte die Markierung nicht mehr ganz genau im Kopf und lief ca. 10 Meter zu weit rechts, ich konnte sie aber gut einweisen und sie hatte das Dummy relativ schnell. 18 Punkte.
Station 3 (John Castle)
Wieder steht man in ner mittelhohen Wiese.
* Für den L Hund wird ein Blind in ca. 20 Meter Entfernung zwischen zwei Pfosten beschossen.
* Der M Hund bekommt im 60 Grad Winkel nach rechts ein Markierung in die hohe Wiese.
* Der S Hund bekommt ca. 80 Meter gerade voraus eine schlecht sichtbare Markierung und musste dabei das Blind des L-Hundes überlaufen.
Hier habe ich zu spät gepfiffen und Leah hat das Blind überlaufen. Nach kurzem Einweisen hatte sie aber das Dummy schnell. 18 Punkte.
Station 4 (Roddy Forbes)
Man steht am Abhang vor einem kleineren Fluss, dessen Ein- und Ausstieg relativ steil und schwierig ist.
* Auf der gegenüberliegenden Wiese wird für den L Hund eine Markierung geworfen. Die Fallstelle war in einer Senke und nicht sichtig.
* Für den M-Hund wird eine Markierung ca. 20 Meter dahinter geworfen.
* Der S-Hund bekommt um einiges weiter rechts hinten ein beschossenes Blind.
Hier musste ich Leah etwas helfen, wobei ich die Fallstelle des Dummies falsch eingeschätzt hatte und sie deswegen nicht optimal gehandelt habe. Am Rückweg über den Fluss kämpfte Leah etwas mit dem Ein- und Ausstieg und lief einen kurzen Umweg durch das Schilf. 15 Punkte.
Station 5 (Les McLean)
3er-Walk-up über eine mittelhohe Wiese.
* Anfangs wird für den L-Hund eine Markierung ca. 50 Meter voraus geworfen.
* Der M-Hund bekommt die annähernd gleiche Markierung etwas weiter und danach noch eine laute Verleitung rechts von der Line.
* Für den S-Hund wird am anderen Ende der Wiese ein Blind beschossen. Bevor er dieses holen kann, gibt es noch eine Verleitung an der Stelle der M-Markierung.
Leah hat ihre Markierung einwandfrei gearbeitet, war aber noch auf 180, weil sie auf dem Weg zum Richter in ein Hündinnengezicke verwickelt war. Als die Verleitung für den M Hund geworfen wurde, sprang sie ein. Sie ließ sich zwar sofort stoppen, leider gabs beim PC aber kein Controlled Run-In und somit wars das für uns. Die 20 Punkte wurden durchgestrichen und durch nen 0er ersetzt.
Station 6 (John Castle)
3er-Walk-up über eine gemähte Wiese mit Heuzeilen.
* Für den L-Hund gab es eine Markierung in die benachbarte Wiese.
* Für den M-Hund eine ähnliche Markierung 20 Meter weiter hinten.
* Für den S-Hund eine Markierung in der weiter dahinter liegenden Wiese.
Leah ist zwar punktgenau auf die Markierung zugerannt, hat diese aber nicht sofort in die Nase bekommen. Ich habe leider zu spät gepfiffen und sie begann zu hunten. Nach kurzer Zeit hatten wir das Dummy dann aber in Teamwork. 15 Punkte.
Station 7 (Roddy Forbes)
Man stand wieder vor dem steilen Flussufer.
* Für den L-Hund wurde am anderen Flussufer rechts von der Gruppe eine Markierung geworfen.
* Für den M-Hund eine etwas schwierigere Markierung links von der Gruppe in’s hohe Gras.
* Der S-Hund gab es eine weite Markierung auf der gegenüber liegenden Wiese.
Leah hatte wieder etwas Schwierigkeiten mit dem steilen, rutschigen Ausstieg, hat aber trotzdem die Markierung ohne einen einzigen Pfiff punktgenau gearbeitet. Auf dem Rückweg hat sie zur Erheitung der Zuseher gemerkt, dass der Dummywerfer ihr Herrli ist und diesem noch einen kurzen Besuch abgestattet. Anschließend kam sie dieses mal aber ohne Umwege zurück. 20 Punkte. (Roddy Forbes hat nach einer kurzen netten Aufklärung unsererseits den Abstecher zum Helfer nicht gewertet…)
Station 8 (Jim Dykes)
Die Station, bei der es wohl die meisten 0er gab.
Man stand auf einer kleinen Erhöhung am Rand einer hoch bewachsenen Wiese.
* Für den L-Hund gab es eine Markierung mitten aus und mitten in die Wiese (rechts vom Team gesehen).
* Der M-Hund bekam im 90 Grad Winkel eine Markierung an das linke Ende der Wiese.
* Der S-Hund bekam vom ersten Helfer eine lange Markierung, die etwas weiter zurück als die L-Markierung und eher mittig zu liegen kam.
Wir brauchten aufgrund von Helferpannen insgesamt drei Anläufe, bis die Hunde endlich arbeiten durften und Leah war schon wieder ziemlich aufgekratzt (“Aber Frauli, ich kann mir nicht soooviele Markierungen merken…”). Außerdem hatte ich etwas Angst, dass sie auf die S-Markierung laufen würde. Aber Leah ließ sich super schicken und hat das Dummy ohne einen einzigen Pfiff heimgebracht. Die Station war – obwohl so gefürchtet – unser krönender Abschluss: Leah und Speed bekamen 20, Hawk 19 Punkte!!
Insgesamt kann ich also mehr als zufrieden sein, Leah hat wirklich toll gearbeitet und wenn sie mal Hilfe benötigte, hat sie diese super angenommen. Naja und das Steadyness nicht unsere Stärke ist, das wissen wir ja eh
.
Ein paar wenige Fotos vom Wochenende gibt’s übrigens in der Galerie.